
Die Wiederaufnahme des Verfahrens – ein Rechtsbehelf mit hohen Hürden
Warum die Wiederaufnahme zugunsten der:des Verurteilten so schwierig ist

Warum die Wiederaufnahme zugunsten der:des Verurteilten so schwierig ist
Wie kann ein Rechtsstaat Fehlurteile erkennen und korrigieren? Dieser Leitfrage widmete sich am 28. Oktober die Podiumsdiskussion „Wiederaufnahmeverfahren in der Praxis“. Die Veranstaltung verband internationale Perspektiven mit Einblicken aus Wissenschaft, Justiz und Verteidigung und zeigte vor allem eines: Die Wiederaufnahme ist ein Bereich, in dem strenge juristische Vorgaben auf schwierige praktische Bedingungen treffen.

Ein systematischer Überblick über den Ablauf des Wiederaufnahmeverfahrens zugunsten der:des Verurteilten

Begriffserklärung und Abgrenzung der Rechtsbehelfe gegen strafgerichtliche Urteile

Wiederaufnahmeverfahren sind das zentrale Instrument, um Fehlurteile zu korrigieren – und zugleich eines der schwierigsten Kapitel im Strafprozess. Die Podiumsdiskussion „Wiederaufnahmeverfahren in der Praxis“ beleuchtet, warum sie so selten gelingen und welche strukturellen, rechtlichen und kulturellen Hürden bestehen. Expert:innen aus Verteidigung, Wissenschaft und Justiz diskutieren über enge gesetzliche Voraussetzungen, fehlende Ermittlungsbefugnisse und notwendige Reformen – sowie darüber, was wir aus internationalen Ansätzen lernen können.

Ein Überblick über § 359 StPO und § 79 Abs. 1 BVerfGG

Das Innocence Project Deutschland wurde mit dem Peter-Raue-Preis 2025 ausgezeichnet. Die Kanzlei Raue würdigt damit unser Engagement für zu Unrecht verurteilte Menschen und für eine stärkere Fehlerkultur im Rechtsstaat. Die Laudatio betonte die Bedeutung, Fehlurteile sichtbar zu machen und Betroffene nicht allein zu lassen. Die Auszeichnung ist Anerkennung und Ansporn zugleich.

Anlässlich des Wrongful Conviction Day 2025 veranstalten wir einen ganzen Innocence Month

Ein Überblick über die einzelnen Schritte unserer Fallbearbeitung

Mehr als 13 Jahre saß Manfred Genditzki unschuldig in Haft, bevor er 2023 freigesprochen wurde. Der Fall zeigt, wie falsche Gutachten, konstruierte Motive und fehlende Korrekturmechanismen zu einem Felhlurteil führen – und wie schwer es ist, Fehlurteile zu beseitigen.
Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit, Fehlerquellen im Strafverfahren sowie die Praxis von Wiederaufnahmeverfahren.